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Dachziegel mit Kat-Effekt

Alte Dächer sind schön!
Doch manchmal geht
kein Weg daran vorbei, das
Dach ganz neu decken
zu lassen. Dann hat der
Bauherr die Qual der Wahl
zwischen vielen verschiedenen
Materialien. Moderne Baustoffe
können heute durch ihre
Beschaffenheit sogar einen
Beitrag zur Verbesserung
des Klimas leisten. (Foto: Dirk Schüßler | Pixelio)
Dächer sind in Deutschland meistens mit Tondachziegeln belegt. Vereinzelt kommen andere Materialien – etwa Reet – zum Einsatz. Immer häufiger sind auch Beton-Dachsteine anzutreffen, die seit den 50er-Jahren produziert werden und aus quarzhaltigem Sand und Zement bestehen. Die Dachsteine werden bei 60 Grad Hitze getrocknet und einen Monat gelagert. Einige Hersteller produzieren heute Dachsteine mit in die Oberfläche eingelagertem Titandioxid. Damit wird auf die steigende Belastung der Luft mit Stickoxiden, Benzolen und Aldehyden reagiert: Titandioxid wirkt als Katalysator und wandelt die Schadstoffe um. Es entstehen geringe Mengen wasserlöslichen Nitrats, die vom nächsten Regen wegspült werden und die dann Pflanzen als Dünger dienen oder von einer Kläranlage beseitigt werden können. In Japan ist die Reduzierung von Luftschadstoffen durch Baustoffe bereits seit 20 Jahren üblich.
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