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Andere Spielregeln in den USA
Die Immobilienmarktkrise in den USA war der Auftakt für die weltweite Finanzmarktkrise. In vielen deutschen Presseberichten wurden daraus Schlüsse gezogen, die auf den rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland basierten. Doch daraus ergibt sich ein falsches Bild. Nicht nur der Immobilienmarkt unterscheidet sich erheblich von dem in den USA, auch die Art der Finanzierung ist nicht vergleichbar. Ein Eigenheimbesitzer in den USA haftet für seinen Kredit in aller Regel nur mit seiner Immobilie und nicht, wie bei uns üblich, mit seinem gesamten Vermögen. Das heißt: Der Kreditgeber kann sich im Problemfall nur an der Immobilie schadlos halten. So ist es dann auch ganz verständlich, dass einige amerikanische Immobilieneigentümer einfach ihr unverkäufliches Haus räumen, noch eine Rate zahlen und den Schlüssel bei der finanzierenden Bank abgeben. Damit stellen sie der Bank das Haus zur Verfügung und sind ihre Verpflichtungen weitgehend los. Wer jetzt glaubt, dass dieses Verhalten die zukünftige Kreditwürdigkeit beeinflusst, der irrt. Das amerikanische Schuldrecht ist eben ganz anders.
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