.
Ausgabe 06 / Juni 2016

.
. Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

.

in der Redaktion des Grabener Verlags laufen viele Informationen zusammen, die interessant und wichtig sind. Einige regen an oder sogar auf, manche stimmen nachdenklich, machen wütend oder polarisieren.

Einige dieser Meldungen passen in kein übliches Medien-Format und haben trotzdem Bedeutung. Mit diesem Newsletter präsentieren wir Ihnen Informationen, die anderswo nicht erscheinen.

Unser Ziel: Wir wollen jenseits des Mainstreams mitdenken und aktuelle Entwicklungen in der Immobilienwirtschaft kritisch begleiten. Nutzen Sie als Spezialist in der Immobilienwirtschaft dieses Medium gern dafür, um mit uns in Kontakt zu kommen und eigene Gedanken zu äußern.

Wir freuen uns über Ihre Reaktion.
Ihr Henning J. Grabener
.

Henning J. Grabener,
Geschäftsführer Grabener Verlag GmbH

Foto: © Joachim Trettin, Norderney, 2016

 

.

. Gastbeitrag

Immobilienunternehmen werden zu Wächtern bei der Geldwäsche

.

Ziel der Geldwäscher ist es, größere Mengen Geld, das illegal etwa durch Drogen- oder Waffenhandel erwirtschaftet wurde, in den legalen Wirtschaftskreislauf zu bringen, beispielsweise durch den Kauf hochwertiger Güter.

Foto: © Pixabay.com

Das Maß der Bürokratie eines Landes zeigt an, wie entwickelt seine Demokratie ist (frei nach Max Weber): je höher die bürokratischen Anforderungen desto ausgeprägter die demokratischen Verhältnisse. Diese Aussage wäre für Deutschland schmeichelhaft, jedenfalls so lange die gesetzlichen Vorschriften nicht die eigentliche Arbeit behindern.

Über manche neuen Gesetzes und Vorgaben spricht nach einiger Zeit kaum noch jemand, weil sie selbstverständlich werden und ihre Sinnhaftigkeit außer Frage steht, wie bei den Rauchergesetzen. An anderen Vorgaben reiben sich die Betroffenen so lange, bis der Gesetzgeber endlich Änderungen beschließt. Wie sich die Mietpreisbremse entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Aber der Bürokratismus bei der Geldwäsche tritt in eine neue Runde. Wie Unternehmen in der Immobilienwirtschaft und deren Kunden damit umgehen, ist noch längst nicht Routine. Trotzdem gibt es bereits wieder neue Vorgaben.

Rudolf Koch, ehemaliger Vizepräsident des IVD Deutschland und Spezialist für die Anwendung des Wettbewerbsrechts und des Geldwäschegesetzes in Immobilienunternehmen hat die aktuellen Vorgaben zusammen gestellt.

Gastbeitrag zum Download (4 Seiten) >>>

.

Anzeige / Werbung

.

.

. Zukunft

Wie dramatisch entwickelt sich die Lage der Städte?

.

Bis 2050 werden 70 Prozent der
Weltbevölkerung in Städten leben.

Foto: © Pixabay.com

Bis 2050 werden siebzig Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Obwohl sie für achtzig Prozent der Vermögensproduktion verantwortlich sind, stehen Städte vor großen ökonomischen, demografischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen.

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung hat gerade das neue Städtegutachten „Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“ übergeben. Darin weist Dr. Teresa Schlüter darauf hin, dass zwei bis drei Milliarden Menschen in den kommenden Jahrzehnten weltweit vom Land in die Städte übersiedeln werden. Diese größte Migrationsbewegung unserer Zeit zeigt: Die Wucht dieses Urbanisierungsschubs ist der zentrale Treiber des globalen Wandels im 21. Jahrhundert.

Parallel dazu bewertet eine Studie der IESE Business School die Zukunftsfähigkeit von Städten. Danach sind New York, London und Paris die Städte mit der höchsten Lebensqualität von 181 Städten in aller Welt. Gleichzeitig stehen alle drei in puncto sozialen Zusammenhalts (Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, Immobilienpreise, Frauen in der Wirtschaft) eher schlecht da. Die deutschen Metropolen Berlin und München sind dagegen im Gesamtranking zwar nur auf Platz 16 beziehungsweise 21 des Index gelistet, in den Kategorien sozialer Zusammenhalt und Umwelt übertreffen sie die Top 3 jedoch deutlich. München ist beim Thema Soziales auf Platz 2 und beim Thema Umwelt auf Platz 3 gelistet und überrundet damit erneut die Bestgelisteten. Hamburg liegt im Gesamt-City Ranking auf Platz 41 hinter Frankfurt auf Platz 35.

Zum gleichen Thema gaben Experten aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft auf dem 26. Aareon Kongress in Garmisch-Partenkirchen Anfang Juni Impulse, wie sich die Immobilienwirtschaft auf die Dynamik in der Zukunft vorbereiten und den Wandel als Chance und Erfolgsfaktor nutzen kann. Dabei ging es um Digitalisierung, Globalisierung, Demografie und Zuwanderung. GdW-Präsident Axel Gedaschko und Aareon-Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Alflen diskutierten die Auswirkungen der Migration auf Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland. Die Zuwanderungsströme stellen die Wohnungswirtschaft vor neue Aufgaben. So muss beispielsweise bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Darüber hinaus gilt es, Veränderungen bei Planung und Bau, Sicherheit sowie Kundenbetreuung zu berücksichtigen.

Studie der IESE Business School zum Download als PDF (in Englisch, 76 Seiten): >>>

.

. Steuern

Grundsteuer oder Bodensteuer? Steuern im Städtevergleich

.

Steuern werden umso besser akzeptiert, je gerechter sind sind.

Foto: © Pixabay.com

Die Grundsteuer B ist nach der Gewerbesteuer die größte Steuerquelle der deutschen Städte und Gemeinden. Jedes Jahr bittet der Fiskus Immobilienbesitzer zur Kasse. Über die Nebenkostenabrechnung zahlen die Mieter mit.

Die Höhe der Grundsteuer B beschließen die Städte und Gemeinden. Sie fällt höchst unterschiedlich aus: Für vergleichbare Objekte zahlen Bürger in Bremen 244 Euro im Jahr, in Frankfurt am Main aber nur 175 Euro. In Großstädten werden üblicherweise jedoch höhere Grundsteuern verlangt als in kleineren Kommunen. Die Bemessungsgrundlagen sind kompliziert und veraltet. In Westdeutschland stammen die Einheitswerte für Grundbesitz aus dem Jahr 1964, in Ostdeutschland sogar von 1935. Rechnerisch liegen die Werte der Immobilien, nach der sich die Steuerlast bemisst, jeweils weit unter dem aktuellen Marktwert der Objekte. Der Bundesfinanzhof hat die Berechnungsmethode 2014 dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung übergeben. Eine Entscheidung lässt noch auf sich warten. In der Zwischenzeit liefern sich die Kommunen einen Wettbewerb bei der Erhöhung der Steuern.

Jetzt planen die Länderfinanzminister eine Reform der Grundsteuer, die sich "zu Lasten der Mieter und von Natur und Umwelt“ auswirken werde, erklärten der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, und der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke. Eine flächendeckende Neubewertung sämtlicher Gebäude und deren laufende Aktualisierung sei zu aufwändig, langwierig, kompliziert und teuer. Soziale Ungerechtigkeiten würden verstärkt. Beide plädieren für die Variante Bodensteuer als die bessere, weil zeitgemäße und einfachere Alternative. Dadurch wird die Gebäudebewertung überflüssig. Maßgeblich für die Höhe der Grundsteuer wären nach diesem Modell die Größe und der Wert des Grundstücks, nicht mehr die vorhandene Bebauung. Dadurch würden Investitionsanreize geschaffen, um teil- und unbebaute Grundstücke zu bebauen und zu verdichten und Baulücken zu schließen. Sanierungen, Um-, An- oder Ausbauten, würden nicht mit höheren Steuern (Grundsteuern) bestraft werden. Das spekulative Zurückhalten von Immobilien würde teurer, wodurch der Grundstücksmarkt in Bewegung käme.

Grundsteuer oder die Bodensteuer: Wie denken Sie darüber?
Teilen Sie uns gerne Ihre Meinung mit >>>

.

. Wohnen

Sind Wohnprojekte die Wohnform der Zukunft?

.

Wohnform der Zukunft: Gemeinschaftswohnen versus Wohngemeinschaft

Foto: © Pixabay.com

Mehrere Finanzkrisen haben in den vergangenen Jahren global die Märkte erschüttert. Viele Menschen stellen sich zudem die Frage, ob die Work-Life-Balance noch stimmt.

Prof. Dr. Jens Schröter, Medienkulturwissenschaftler von der Universität Bonn und Wissenschaftler der Wirtschaftsuniversität Wien, der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Commons-Institut e.V. in Bonn gehen noch weiter und fragen: "Gibt es eine Gesellschaft nach dem Geld?". Ihr Projekt wird von der VolksWagenStiftung insgesamt anderthalb Jahre mit fast 150.000 Euro gefördert. „Wenn die Bedürfnisse der Menschen anhand recht genauer Kaufprofile bekannt sind und die Produktion weitgehend automatisch läuft, warum brauchen wir dann überhaupt noch den Umweg über das Angebot-und-Nachfrage-Prinzip des Geldes?“, fragt Prof. Dr. Jens Schröter im Zusammenhang mit der industriellen Produktion.

Im Immobilienbereich gibt es bereits jetzt Gruppen und Gemeinschaften, die ihren Wohnbedarf nicht mehr auf einem anonymen Immobilienmarkt decken wollen, sondern selbst aktiv werden. Geradezu provokativ klingt der Name einer Organisation in Freiburg, die sich "Das Mietshäuser Syndikat" nennt. 111 Hausprojekte und 17 Projektinitiativen bilden einen festen Verbund. Jedes Hausprojekt ist rechtlich selbstständig als eigene Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Organisation berät "selbstorganisierte Hausprojekte, die sich für das Syndikatsmodell interessieren, beteiligt sich an Projekten, damit diese dem Immobilienmarkt entzogen werden, hilft mit Know How bei der Projektfinanzierung, initiiert neue Projekte."

Es gibt auch weniger aufregend klingende Namen für Wohnprojekte, die jedoch insgesamt viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Dabei geht es beispielsweise darum, der zunehmenden Vereinzelung entgegenzuwirken, Kosten überschaubar zu halten, Arbeiten zu teilen, gegenseitige Hilfe und Unterstützung zu leisten, generationsübergreifend und selbstbestimmt zu wohnen, zu leben und zu arbeiten. Die Organisationsformen sind vielfälig. Es gibt Miet-, Eigentums- oder Gemischtobjekte, klassische Unternehmensformen, Arbeitsgemeinschaften, thematisch oder sozial orientierte und regional gebundene Projekte, GbRs oder Genossenschaften.

• Liebe Leser, wir sind gespannt auf Ihre Meinung >>>

• Informationen über Wohnprojekte in Deutschland >>>

• Informationen über "Das Mietshäuser Sydikat" >>>

• Eurozine-Artikel über "Das Mietshäuser Syndikat" in Österreich >>>

.

Anzeige / Werbung

.

.

. Organisation

Wie ist die deutsche Immobilienwirtschaft eigentlich organisiert?

.

Man kann nicht behaupten, die Immobilienwirtschaft wäre schlecht organisiert. Doch etwas mehr Übersichtlichkeit wäre prima.

Foto: © Pixabay.com

Wer macht was mit wem? Die Organisation der Immobilienwirtschaft ist auch für langjährig in der Branche Aktive nicht mehr so einfach zu durchschauen.

Da gibt es zunächst die BID Bundesarbeitsgemeinschaft der Immobilienwirtschaft Deutschlands als Dachverband von Maklern, Wohnungsgesellschaften und Projektentwicklern bis hin zu Hypothekenbanken und Fondsanbietern. Das ist eine Vereinigung, die ursprünglich aus der Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) hervorgegangen ist. Der ZIA vertritt die Interessen der großen Immobilienunternehmen vom börsennotierten Konzern bis zum Großanbieter von offenen Immobilienfonds. ZIA-Präsident ist Dr. Andreas Mattner.

Weitere Organisationen unter diesem Dach sind:

Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e. V. (DDIV) mit dem Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung professioneller Haus- und Immobilienverwaltungen in Deutschland. GdW und BFW vereinen kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, landes- und bundeseigene sowie private Unternehmen in unterschiedlichen Landesverbänden. Der GdW Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen ist das Schwergewicht der Organisation. Die Mitgliedsunternehmen bewirtschaften sechs Millionen Wohnungen. Der Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) vertritt 1600 Firmen, die 3,1 Millionen Wohnungen verwalten.

Der IVD mit 6000 Mitgliedsunternehmen ist ein Zusammenschluss aus Ring Deutscher Makler (RDM) und Verband deutscher Makler (VDM). Einige RDM-Mitglieder haben sich nicht dem neuen Verband angeschlossen, daher existiert in einigen Bundesländern der RDM weiter.

Außerdem gibt es noch den Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp), den BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e.V. Berlin sowie weitere Organisationen, zum Beispiel den VFI - Bundesverband für die Immobilienwirtschaft sowie den Eigentümerverband Haus & Grund. Er vertritt nach eigenen Angaben 80 Prozent der Anbieter und Selbstnutzer von Wohnraum, hat 900.000 Mitgliedern (nicht Mitglied im Dachverband BID, war Ende 2010 aus der BSI ausgetreten, weil die Interessen der Hausbesitzer nicht genügend berücksichtigt wurden), sein Präsident ist Dr. Rolf Kornemann.

Haben wir etwas übersehen? Gibt es ein aussagefähiges Organigramm?
Wir sind dankbar für Korrekturen und / oder ergänzende Informationen >>>

.

. Intern / Verlag

Was uns begeistert

.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie eine Publikation für Ihr Unternehmen planen.
Wir begleiten Sie bei der Realisierung von
der ersten Idee bis zum fertigen Heft oder
bis zum Versand Ihres E-Mail-Newsletters.

.

Wenn Gedanken zu Aussagen werden und diese zu Texten, wenn Texte in eine Form gebracht werden, die dem Inhalt entspricht und wenn der Inhalt den Nerv der Leser trifft: Dann sind wir begeistert!

Deshalb machen wir Zeitungen, Zeitschriften und Publikationen nach Maß – auch für Sie.

Damit sind Sie regelmäßig und adäquat bei Ihren Kunden präsent, übermitteln die richtigen Aussagen in der richtigen Form, liefern wichtige Informationen genau für Ihre Zielgruppe.

Mehr Informationen >>>

.

Wir freuen uns über Ihre Reaktion

Liebe Leserinnen und Leser, dieser Newsletter ist ein flexibles Medium. Sehr gern nehmen wir Ihre Fragen und Anregungen auf, kümmern uns persönlich um Ihre Fragen und übermitteln Ihnen weitere Informationen.

Übrigens: Sie können diesen Newsletter auch als Medium für Ihre Werbung verwenden, siehe unter Media >>>

Melden Sie sich bei uns. Wir freuen uns auf Sie.

.

.
Abmelden
.
Anmelden

.
Empfehlen

.
Facebook
.
Kontakt
.
Media
.
Impressum

.
Verlag

.

. Sponsoren / Förderer von Immobilien-Fachwissen

.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Copyright: Grabener Verlag GmbH, Kiel, 2016